Zugewandtheit IV

Rivolgenza

Silvia Clamor hat sich Gedanken gemacht, wie das Wort Zugewandtheit am treffendsten ins Italienische zu übersetzen wäre – ist es doch schon im Deutschen so leicht misszuver­stehen. Sie schreibt:

Eine meiner großen Leidenschaften ist es, mich mit der Qualität von Worten zu beschäfti­gen – mit ihrem inneren Gehalt, ihrem Resonanzraum und der Frage, wie sie sich annähernd in eine andere Sprache übertragen lassen. Jede Sprache hat ihre eigenen syntaktischen, gram­matika­lischen und lexikalischen Strukturen. In diesen Strukturen spiegeln sich die Kultur und auch die innere Haltung der Menschen, die sie sprechen.

Viele Sprachen, auch die italienische, verfügen oft nicht über passende Wörter, um bestimmte innere, philosophische oder existenzielle Qualitäten wirklich zu fassen. Wie man oft sagt: Wenn es kein Wort gibt, gibt es auch kein entsprechendes Konzept. Gerade diese Lücke em­pfinde ich als bedeutsam.“

In den vorstehenden Text „Zugewandtheit I“ fügt sie für die italienischen Leser ein:

In italiano, come in tedesco, non esiste un termine specifico, pertanto potremmo (facendo la stessa operazione di Bert Hellinger e creando un termine ad hoc) usare il termine ‘rivol­genza’, per intendere quella qualità di presenza interiore che percepisce e riconosce l’altro.Il termine tedesco zugewandt (participio passato di zuwenden) significa “rivolto verso”, l’azione del “rivolgersi a/verso” diventa uno stato con il participio passato. Tale stato è stato sostantivizzato, trasformato cioè in un sostantivo, al fine di descrivere una qualità dell’essere, quella presenza passiva che percepisce e riconosce.”

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